Prof. Peter Kabel

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Prof. Peter Kabel

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Fakultät Design, Medien und Information, Department Design

Prof. Peter Kabel

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Fakultät Design, Medien und Information, Department Design

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Per App ein Konto eröffnen oder über Sprachassistenzen die nächste Busreise buchen: Was für die einen nach Zukunftsmusik klingen mag, gehört für die anderen längst zum Alltag. Maßgeblich für die Nutzungserfahrung als auch Akzeptanz von digitalen Produkten und Services ist die einfache und intuitive Bedienbarkeit – unabhängig von individuellen Vorlieben. Professor Kabel von der HAW Hamburg versteht jene Bedienbarkeit als Kerngedanken des Interaction Designs: Die nutzerorientierte Gestaltung von digitalen Produkten – und damit die ‚User Experience‘ – ist Mittelpunkt seines Fachgebiets am Department Design. Als Designer schlägt Peter Kabel eine Brücke zwischen Mensch und Technologie, wodurch diese Schnittstelle Basis seiner angewandten Forschung ist. Dementsprechend orientiert sich Professor Kabel konsequent an den Nutzer:innen, entscheidet so über die passende Oberfläche (Interface) und inhaltliche Strukturen der digitalen Anwendung und hebt auf diese Weise den Mehrwert von Produkten für Kund:innen hervor. Die Verknüpfung von Interaction Design mit der User Experience spiegelt sich in dem holistischen Ansatz von Professor Kabel wider, der sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass er visuelle und haptische Kriterien als auch die Akustik und die Inhalte sowie angebotenen Dienste beim Design zusammendenkt. Sein besonderes Interesse gilt in diesem Zusammenhang dem Design von intelligenten Sprachassistenzen – sogenannte ‚Conversational User Interfaces‘ (CUI).

Conversational User Interfaces: „Der Dialog ist das Versprechen“

Mit dem fortschreitenden Sprachverständnis von intelligenten Assistenzen, besser bekannt als Siri, Alexa oder Google Assistant, stellt sich nicht nur im Interaction Design die Frage, wie mit dieser Entwicklung umzugehen ist, sondern auch für Unternehmen in Bezug auf deren sinnvollen Einsatz. Für Unternehmen ist es notwendig, sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen, betont Professor Kabel, indem er einen Vergleich zu den Anfängen des Internets zieht und damit die Möglichkeiten revolutionärer Veränderungen durch CUI unterstreicht. Jedoch ist die Erwartungshaltung von Nutzer:innen an digitale Assistenten enorm hoch, da sprechen und zuhören für den Menschen selbstverständlich ist. Wodurch das Bedürfnis entsteht, bei jeder ausgesprochenen Anfrage verstanden zu werden. Das diese Erwartungen teilweise nicht erfüllt werden können, liegt für Professor Kabel oftmals am fehlenden Verständnis der Anbietenden für relevante Anwendungsfälle: Vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten sieht er beispielsweise im Bereich des Kundenservices, da hier ein hohes Aufkommen von Kund:innen gegeben und ein spezifisches Wissen gefordert sind. Weniger vorteilhaft ist die 1:1 Umsetzung einer Website auf Voice, da die Sprachbedienung stark von der visuellen Nutzung (GUI) abweicht. Neben der Konzeption und Umsetzung von Voice-Anwendungsfällen sieht Professor Kabel Innovationspotenzial in der multimodalen Herangehensweise, so wäre beispielsweise ein fließender Übergang zwischen Website und intelligenten Assistenten denkbar.

An der Schnittstelle von Design und Künstlicher Intelligenz

Dank künstlicher Intelligenz (KI) schreitet neben der maschinellen Sprachverarbeitung auch die digitale Transformation voran, die dadurch zunehmend Produkte und Design-Tools beeinflusst. In diesem Kontext untersucht Professor Kabel, inwiefern sich KI auf Design auswirkt und natürlich – vice versa. Für Peter Kabel ist die Auseinandersetzung des Designberufs mit KI elementar, schließlich beeinflusst die Arbeit von Designer:innen maßgeblich unser tägliches Leben, wodurch sich in Zukunft auch KI-Anwendungen weiter in der Gesellschaft verbreiten werden. Design entscheidet wesentlich darüber, wie wir mit Apps, Websites oder auch Zeitschriften interagieren. Da auch die Tools, also das digitale Handwerkszeug von Designer:innen, immer stärker durch Algorithmen geprägt sind, gilt es zudem, sich dessen als Designer:inn bewusst zu werden, um den Einfluss von KI reflektieren zu können. Gleichzeitig wird die gesamte Prozesskette des Designs – von der Inspiration bis hin zur Distribution – von KI erfasst werden, wodurch sich auch kreative Berufe mit den Auswirkungen der Automatisierung befassen sollten.

Ein von Neugier angetriebener Interaction Designer

Ob bei seiner Arbeit als Interaction Designer, Business Angel oder Kooperationspartner – Professor Kabels Triebkraft ist die Neugier. So ist Professor Kabel in den Bereichen App-Entwicklung, Drohnen, User Experience Design, Augmented Reality und CUI tätig. Er ist stets offen gegenüber inspirierenden Themen und ist Befürworter von einem niedrigschwelligen Zugang zu Tech-Themen, was sich in seinem Engagement für die Maker-Szene zeigt. Zudem ist Professor Kabel an in Indien und andern asiatischen Ländern gegründeten Startups beteiligt, da er als Business Angel von der dortigen Dynamik im E-Commerce fasziniert ist.

Aktuelle
Forschungsprojekte /
Aktivitäten

Hamburg Open Online University: „beyond the screen“

Die Lernplattform „beyond the screen“ wurde unter der Leitung von Professor Kabel in Kooperation mit der Hamburg Open Online University (HOOU) entwickelt und realisiert. Die Online-Lernplattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen Menschen, auch ohne Vorkenntnis im Bereich Elektronik, Handwerken und Programmieren den Einstieg in Maker-Projekte zu ermöglichen. Die Idee hinter „beyond the screen“ ist die Auffassung, dass Menschen durch eigene Erfahrungen eine Medienkompetenz entwickeln. Sie gewinnen an Autonomie, sobald sie verstehen, was hinter dem Bildschirm passiert. Nur wer versteht, kann frei handeln, Dinge verändern, hinterfragen und anders machen. Ein Netzwerk aller Hamburger Hochschulen erstellt im Rahmen der HOOU digitale Lernressourcen, die offen und für alle zugänglich sind. So auch „beyond the screen“ das auf seiner Website allein rund 50 Videos zur Verfügung stellt.

Website: https://beyondthescreen.design.haw-hamburg.de/

Tell-me.io: Conversational User Interfaces und intelligenten Assistenten

Ziel des Projekts „tell-me.io“ von Professor Kabel ist es, neue Erkenntnisse aus dem Themenfeld der Conversational User Interfaces (CUI) gemeinsam mit Studierenden und Partner:innen aus der Wirtschaft, wie IBM, LaRed oder Otto, zu gewinnen. CUI sind Benutzeroberflächen, die Gespräche mit realen Menschen imitieren. Weitläufiger bekannt sind digitale Assistent:innen wie Siri, Alexa sowie Google Assistant oder klassische Chatbots. Im Fokus des Projekts stand die Konferenz „tell-me days“, die auf dem Kunst- und Mediencampus stattfand und sich als erste Hamburger Konferenz ausschließlich mit CUI auseinandersetzte. Darüber hinaus konzipierten Studierende mit verschiedenen Unternehmen zusammen erste Chatbot Prototypen.

Website: https://tell-me.io/

Dialog zwischen Mensch und Maschine

Professor Kabel setzt sich als Interaction Designer intensiv mit der Beziehung von Menschen und Maschinen auseinander. Dabei untersucht er, wie Unternehmen als auch Institutionen von Conversational User Interfaces (CUI) profitieren können. Via natürlicher Sprache mit intelligenten Assistent:innen zu reden und dadurch Handlungen auszulösen, wie eine Essensbestellung oder den Handyvertrag zu kündigen, lassen ein neues Ökosystem für Voice-Anwendungen entstehen. Professor Kabel entwickelt Handlungsempfehlungen und Strategien, damit sich sämtliche Marktteilnehmer:innen in diesem System positionieren können und sich den Einsatzmöglichkeiten von CUI bewusst sind.

Hamburg Open Online University: „in the air“

Die Lernplatform intheair.cool wurde unter Leitung von Professor Peter Kabel in Kooperation mit der Hamburg Online University (HOOU) entwickelt und realisiert. Autonome Systeme (selbstständig fahrende Autos und Drohnen) sind der physisch wahrnehmbare Ausdruck einer Entwicklung bei der Algorithmen und Verfahren der künstlichen Intelligenz auf unser Leben Einfluss gewinnen.
Sich mit derartigen autonomen Systemen zu aktiv zu beschäftigen ist für Designer:innen – aber auch jeden anderen interessierten Menschen – wichtig um zu verstehen, wie der Einfluss dieser Systeme auf unser Leben aussieht. Gleichzeitig aber auch wichtig um zu verstehen, welchen Einfluss wir auf die Ausgestaltung und Anwendung dieser Algorithmen nehmen können und sollten. Mit dieser Frage beschäftigt sich das Online-Angebot intheair.cool und bietet gleichzeitig Antworten auf viele Fragen, rings um Drohnen. Die Plattform bietet Texte und Videos und schafft Einsichten in eine Welt, die für viele noch nach Science Fiction aussieht und dennoch schon ganz nahe ist.

Website: https://intheair.cool/

Zukunftsvision

Laut Professor Kabel finden wir uns zukünftig in einer digitalen Welt wieder, in welcher Interaction Designer:innen die verantwortungsvolle Rolle übernehmen werden, digitale Produkte über deren Usability hinaus, im Sinne eines holistischen Designdenkens zu gestalten. Dabei werden Designer:innen wesentlichen Einfluss darauf ausüben, welches Vertrauen Menschen gegenüber beispielsweise künstlicher Intelligenz entgegenbringen.

Schwerpunkte

  • User Experience Design
  • User Interface Design
  • Conversational User Interfaces
  • Design Thinking
  • Digital Transformation
  • Digital Process
  • Intelligente Assistenten
  • IoT, Augmented Reality
  • Service Design

Kooperationen

Interessiert an

  • Forschungskooperationen
  • Unternehmenskooperationen
  • Startups
  • Digital Agenturen
  • Technologieunternehmen

Professor Kabel arbeitet branchenübergreifend mit Unternehmen jeglicher Größenordnung zusammen. Die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit ihm ist es, sich auf Augenhöhe zu begegnen und offen für neues zu sein. Professor Kabel verfügt über langjährige Erfahrungen im Wissenstransfer von Interaction Design, wodurch er auf eine bedeutende Expertise in angewandter Forschung zurückgreifen kann.

Digital Leadership

Ein Gespräch über das Silicon Valley Mindset, Innovation durch Kooperation...

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gemeinsam Ideen verwirklichen