Prof. Manuela Rousseau

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Prof. Manuela Rousseau

Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Fundraising, Corporate Social Responsibility

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Auf welchen strategischen Entscheidungen basiert erfolgreiches Fundraising? Welche gesellschaftspolitischen Fragestellungen bewegt das Fachgebiet Corporate Social Responsibility (CSR) mit Beginn der Digitalisierung? Als Leiterin der CSR-Abteilung und Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Beiersdorf AG sowie Mitglied des Aufsichtsrats der maxingvest AG beschäftigt sich Manuela Rousseau, Professorin für Fundraising und Corporate Social Responsibility (CSR) der HfMT Hamburg, unter anderem mit eben jenen Fragen. Dementsprechend konzentriert sie sich in ihrer Lehre auf die starke Verknüpfung von praktischer Expertise und theoretischem Fachwissen. Hierbei gibt Professorin Rousseau wertvolle Kenntnisse und Einsichten aus ihrer jahrelangen Erfahrung in vielfältigen Rollen und Funktionen in verschiedenen öffentlichen Gremien an die Studierenden des Instituts für Kulturmanagement (KMM) weiter. Diese Rollen in exponierten Führungspositionen sowie im Ehrenamt weisen zudem eine prägende Gemeinsamkeit auf: Professorin Rousseau gehörte stets zu den ersten Frauen in den jeweiligen Positionen, weshalb sie aktiv an der gesellschaftlichen Diskussion über berufliche Gleichberechtigung teilnimmt. Auf dieser Erfahrung gründet ihre Leitlinie zur Förderung weiblicher Führungskräfte, die sich mit dem Titel ihrer 2019 erschienenen Publikation zusammenfassen lässt: „Wir brauchen Frauen, die sich trauen.“

Strategisches Fundraising zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Zu den Hauptschwerpunkten von Professorin Rousseau gehört die strategische Ausrichtung des Fachgebiets Fundraising. Hierzu veröffentlichte sie 2009 am KMM ein Grundlagenwerk, das sich auf elementare Methoden und Instrumente von strategisch organisiertem Fundraising konzentriert. Die Notwendigkeit dieser Fokussierung auf die Strategie macht die aktuelle Covid-19 Pandemie besonders sichtbar: Angesichts der pandemischen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche stellt sich im Kontext des Fundraising zum Beispiel die dringliche Frage, wie die Spendenbereitschaft für soziale Zwecke, kulturelle und gemeinnützige Organisationen in einer angespannten gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lage aufrechterhalten werden kann.

Die angewandte Strategie umfasst dabei die Bündelung von Kernkompetenzen in einem diversen Team bis zur Auswahl einer geeigneten Schirmherrin oder eines geeigneten Schirmherrn, die bzw. der das jeweilige Projekt in der Öffentlichkeit vertritt. Die hierfür notwendige Expertise von Professorin Rousseau basiert sowohl auf ihrer Unternehmenslaufbahn bei Beiersdorf, als auch auf ihrem ehrenamtlichen Engagement, für das sie 1999 mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde. So war sie sieben Jahre Vorstandsmitglied des Vereins „Rettet die Nikolaikirche“ unter der Schirmherrschaft von Loki Schmidt, und ist heute unter anderem bei Frauen in die Aufsichtsräte e. V. (FidAR) und im Verband Führungskräfte Chemie (VAA) ehrenamtlich tätig.

Corporate Social Responsibility (CSR) – Transformation unternehmerischer, kultureller und gesellschaftlicher Verantwortung

In den letzten Jahren unterlag die Unternehmenswelt einem Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung: Während einst von Unternehmen lediglich erwartet wurde, sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu bekennen, verlangt die Öffentlichkeit heutzutage zusätzlich glaubwürdige Nachweise in Sachen Nachhaltigkeit und dem Engagement hinsichtlich der Eindämmung negativer Effekte auf Umwelt und Gesellschaft.  Die damit einhergehende Neudefinition des Begriffes CSR in Forschung und Praxis ist dementsprechend eines von vielen Beispielen der derzeitigen Transformationsbewegungen.

Als Leiterin der CSR-Abteilung bei Beiersdorf bietet Professorin Rousseau ihren Studierenden Einblicke in die Praxis eines global agierenden Unternehmens und rückt dabei die sich verändernde, aktivere Rolle von Verbraucher: innen in den Vordergrund ihrer Lehre. Die kritische Haltung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger und sozial fairer Produktion und Produkte hat zu einer Neujustierung im Verhältnis von Produzierenden und Verbraucher: innen geführt. Dieses Verhältnis wird durch neue, direktere Kommunikationswege in den sozialen Medien immer wieder neu ausgelotet. Neben diesen äußeren Kräften stellt Professorin Rousseau in ihrer Lehre ebenso innere Veränderungsprozesse im Unternehmenskontext vor: so etwa die globale CSR-Strategie von Beiersdorf im Zeitraum 2012-19, mit der erfolgreich das Ziel erreicht wurde, die Lebensumstände von 1 Million Familien weltweit zu verbessern.

Vernetzung, Strategie und Förderung: gesellschaftspolitische Diskurse im Fokus

Als Expertin für das Einwerben von Drittmitteln und dem strategischen, verantwortlichen Handeln im Bereich CSR ist Professorin Rousseau stark an der Vernetzung, dem Austausch und der strategischen Entwicklung von Förderformaten in gesellschaftspolitischen Diskursen interessiert. Der strategische Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ist ihr aktuellstes Projekt: Professorin Rousseau fungiert seit Januar 2021 als Vorstandsmitglied der Universitäts-Gesellschaft Hamburg.

Aktuelle
Forschungsprojekte /
Aktivitäten

Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürger*innen

Professorin Rousseau ist seit Januar 2021 im Vorstand der Universitäts-Gesellschaft Hamburg tätig und entwickelt in dieser Rolle die strategische Neuausrichtung, um einen stärkeren Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürger*innen zu erreichen, weil Wirtschaft und Wissenschaft immer da besonders erfolgreich sind, wo sie sich eng vernetzen. In Zeiten schneller und tiefgreifender Veränderungen ist Wissen längst zum wichtigsten Rohstoff und Zugang zu relevantem Wissen zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden. Die Hamburger Universitäts-Gesellschaft arbeitet seit ihrer Gründung 1922 für erfolgreichen Wissenstransfer. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen der Universität Hamburg, der Öffentlichkeit und fördert das Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und der Gesellschaft.

Einwerben von Drittmitteln für soziale und kulturelle Zwecke in Zeiten einer weltweiten Pandemie

Die aktuelle Covid-19 Pandemie hat Auswirkungen auf Förderetats und -mittel, die bisher sozialen wie kulturellen Akteuren, Projekten und Einrichtungen zur Verfügung standen. Während große Hilfsorganisationen im Vergleich zu 2019 ihre Einnahmen in 2020 noch um 11,6 Prozent steigern konnten, sind die Spendeneinnahmen bei kleinen und mittleren Organisationen rückläufig. Die Zahl der Menschen, die etwas spenden wollen oder können nimmt ab.  Ein großes Anliegen von Professorin Rousseau ist es daher, bei Spendern in diesen Bereichen für das Einwerben von Drittmitteln mehr Professionalität aufzubauen.

Zukunftsvision

Die Stadt Hamburg vereint proportional zur Fläche die meisten Stiftungen in Deutschland und verfügt über eine großzügige, bereits aus der hanseatischen Kaufmannshistorie stammende Spendenbereitschaft. Angesichts der einschneidenden Folgen der Covid-19 Pandemie für die vielfältige Kulturlandschaft der Hansestadt spricht Professorin Rousseau sich für höhere Zuwendungen an den Kulturbereich aus, insbesondere durch private Förderer und Sponsoren.

Schwerpunkte

  • Fundraising
  • Einwerben von Drittmitteln
  • Corporate Social Responsibility (CSR)
  • Ehrenamt
  • Mentoring
  • Wissenstransfer
  • Leadership

Kooperationen

  • seit 2021 Vorstand Universitätsgesellschaft Hamburg e.V.
  • seit 2018 Beirat der Stiftung Hamburger Kunsthalle
  • seit 2017 Vorstand Freunde Hamburger Kammerspiele e.V.
  • seit 2012 Expertinnen Beratungsnetz/Mentoring Universität Hamburg UNICA
  • seit 2009 Mitglied bei FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V.
  • seit 1996 Mitglied im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V. (VAA)
  • 1996 Berufung zum Mitglied im ZONTA International e.V. – Verband berufstätiger Frauen in verantwortlichen Positionen – Club Hamburg-Elbufer
  • 1988-1993 Mitglied im Vorstand des Förderkreis »Rettet die Nikolaikirche e. V.« und zuständig für Fundraising sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts

Interessiert an

Professorin Rousseau ist sehr interessiert am Forschungsfeld Diversität im beruflichen Kontext und der Frage, wie die Zusammenarbeit diverser Teams gefördert werden kann. Dies ist auch in ihrem Bestreben wirksam, die Arbeitswelt der Zukunft hinsichtlich der Förderung diverser Teams und beruflicher Gleichberechtigung zu erforschen und zu realisieren. Die Gestaltung und Förderung eines offenen Dialoges über kontrovers diskutierte gesellschaftspolitische Themen bilden weitere Interessensschwerpunkte. Kooperationen, die strategische Entwicklung von Förderformaten und die Vernetzung zu diesen Forschungsschwerpunkten und Fragen stehen dabei im Fokus des Interesses von Professorin Rousseau.

  • Forschungsfeld Diversität
  • Förderung und Entwicklung von Dialogformaten und Kooperationen zu gesellschaftspolitischen Themen
  • Wissenstransfer
  • Mentoring
  • Leadership

Digital Leadership

Ein Gespräch über das Silicon Valley Mindset, Innovation durch Kooperation...

Wissen entdecken, Expertise finden &

gemeinsam Ideen verwirklichen